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Man kann wenig zu einer Philosophie der Freimaurerei mit allgemeiner Verbindlichkeit sagen. Jeder hat vielleicht eine eigene. Die Freimaurerloge ist eine Glaubensgemeinschaft (nicht im engen, religiösen Sinne), keine Religionsgemeinschaft, keine Sekte. Es fehlt hierzu ein verbindliches Dogma. Es ist wohl eher eine Denkweise, die man sich im Lauf der Zeit aneignet, die aber jeder für sich nach seinen Fähigkeiten und seinem Verständnis entwickeln kann. Die Loge gibt lediglich Anregungen, über sich nachzudenken, in sich zuschauen. Dies gelingt am besten im Rahmen ritueller Tempelarbeiten, die zur Meditation anregen und die Seele für Empfindungen aufnahmebereit macht. Andere Formen rituellen Beisammenseins sind z.B. die Kerzengespräche mit einer konzentrierten Folge von Gedankenäußerungen ohne Diskussion zu einem Thema (Glück, Zukunft der Freimaurerei, Tod, Liebe, Dualität, Menschlichkeit). Hierzu kann jeder Bruder ein Thema vorschlagen, das ihn bewegt.
Vorträge während der Tempelarbeiten regen das geistige Arbeiten an. Sie enthalten meist freimaurerische Bezüge, z.B.
- Der Stein
- Freiheit und Menschenwürde
- Das Kreuz
- Victor Hugo, ein Freimaurer?
- Die Pflichten des Freimaurers
- Symbole
- Mozarts Freimaurermusik
- Wie viel Politik und Freimaurerei verträgt unsere Loge?

Ist man länger der Freimaurerei zugehörig, stellt man durchaus fest, dass sich die Themen der Vorträge/Gespräche ab und zu wiederholen. Dies spiegelt aber gerade die Vielfalt des Gedankengutes der Freimaurergemeinschaft und immer wieder neue Aspekte und Blickwinkel ein und desselben Stichwortes wider

Die Wirklichkeit

Es werden bisweilen Kontroversen auch in unserer Loge ausgetragen, z.B. zu allerlei Veränderungen/Modernisierungen der Freimaurerei oder des Lebens in und um uns. Wir streben dennoch Harmonie an, sind aber keineswegs „homogen“ in unserer Meinungsbildung. Kooperation hilft uns bei einer Konfliktlösung, jede Meinung hat dabei ihren Wert. Es gibt ein „Alters-/Nachwuchsproblem“, das nur mittelfristig mit unterschiedlichsten Aktivitäten gelöst werden kann. Es gibt eine spannende Mischung aus „ganz normalen“ Menschen und sicherlich einzelnen Genies oder Weisen, (ohne dies hier näher definieren zu können) . Es gibt die, die Geselligkeit suchen, weniger geistigen Ansporn, und andere, die die freimaurerischen Tiefen, des Geistes und der Seele, zu ergründen suchen.

Wir wollen neugierig machen und gegenseitig Anregung geben, Gegensätze akzeptieren lernen.

Die Lehre/Leere

So absurd es klingen mag: wir sind froh, keine Lehre zu haben, die es zu vermitteln gibt. Lehren und Lernen birgt die Gefahr der Einseitigkeit in sich. Wir wenden uns daher gegen Dogmen und fordern die Toleranz jedes einzelnen, vorrangig in/von uns selbst. Es ist eher die Suche nach der Leere, die den Kopf nach einem anstrengenden Tag wieder frei macht, die geistige Frische schafft. Da sind wir nicht so weit von buddhistischen Idealen entfernt…

Wir bieten einen „Lehrlingsunterricht“ auch für andere Logen an, der die Hintergründe freimaurerischen Brauchtums, die Bedeutung des Rituals und andere Gepflogenheiten beleuchtet.

Wir glauben dabei an ein lebenslanges Lernen, auch wenn wir der „Vollendung“ lediglich näher kommen können. Wir spenden nicht anonym an gemeinnützige Großorganisationen, sondern suchen gezielt kleinere Projekte aus, bei denen die Unterstützung unmittelbar ankommt; siehe hierzu auch die Linkliste.

Teilweise gibt es eine mehrjährige Förderung, die eine ernste Auseinandersetzung mit der Arbeit vor Ort ermöglicht (z.B. Hanns-Christian-Andersen-Schule für Mehrfachbehinderte in Altgolßen bei Dahme/Spreewald, deutsch-poln./dt.-russischer Schüleraustausch Gymnasium Luckau, Klinikum Berlin-Buch, McDonald-Stiftung).

Die Menschen, die wir suchen

Ihre Neugier, Ihre Ideen, Ihr Interesse sind es wert, Sie kennen zu lernen. Wenn Sie sich ein wenig identifizieren, mit dem, was hier versucht wurde zu formulieren, ist eine Voraussetzung zum Dialog geschaffen. Sie haben die Wahl der ersten Kontaktaufnahme nach einem Anruf, einer E-Mail, einem Brief: auf neutralem Boden zu einem Glas Wein, zu einem Gästeabend im Logenhaus, bei Ihnen zu Hause. Oder erst mal weitere Unterlagen anfordern und auswerten. Also: möglichst viele Eindrücke sammeln, um sich ein weitreichendes eigenes Bild zu machen.

Daher findet eine Aufnahme im beiderseitigen Interesse nicht schon nach 4 Wochen, sondern häufig erst nach einem halben Jahr statt und nur im Einvernehmen zwischen Ihnen und der Logengemeinschaft. Und ist es nicht diese Loge, durch die Sie sich angesprochen fühlen, empfehlen wir Ihnen gerne eine Alternative. Denn wichtig ist, dass Sie sich wohlfühlen bei Ihrer Entscheidung für die Freimaurerei.

Keine Angst vor der Freimaurerei, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.