Philosophie

Philosophie

Man kann wenig zu einer Philosophie der Freimaurerei sagen. Jeder Bruder hat vielleicht seine eigene. Die Freimaurerloge ist eine Glaubensgemeinschaft (nicht im engen, religiösen Sinne), keine Religionsgemeinschaft, keine Sekte. Es fehlt hierzu ein verbindliches Dogma, ein Lehrbuch. Es ist wohl eher eine Denkweise, die man sich im Lauf der Zeit aneignet. Jeder kann sie für sich nach seinen Fähigkeiten und seinem Verständnis entwickeln. Die Loge gibt lediglich Anregungen, über sich nachzudenken, in sich zu schauen. Dies gelingt am besten im Rahmen ritueller Tempelarbeiten, die zur Meditation anregen und die Seele für Empfindungen aufnahmebereit machen. Andere Formen rituellen Beisammenseins sind z.B. die Kerzengespräche mit einer konzentrierten Folge von Gedankenäußerungen ohne Diskussion zu einem Thema (Glück, Zukunft der Freimaurerei, Tod, Liebe, Dualität, Menschlichkeit). Hierzu kann jeder Bruder ein Thema vorschlagen, das ihn bewegt.

Die deutsche Freimaurerei nennt man „philosophische“ Freimaurerei. Während der Tempelarbeit wird eine Rede gehalten. Vorträge regen das geistige Arbeiten an, sie müssen keine Antworten geben. Sie enthalten meist freimaurerische Bezüge, z.B.

- Der Stein

- Freiheit und Menschenwürde

- Das Kreuz

- Victor Hugo, ein Freimaurer?

- Die Pflichten des Freimaurers

- Symbole

- Innerlichkeit

- Wie viel Politik und Freimaurerei verträgt unsere Loge?

Natürlich wiederholen sich die Themen der Vorträge/Gespräche ab und zu. Dies spiegelt immer wieder neue Aspekte ein und desselben Stichwortes aus unterschiedlichsten Blickwinkel wider


Die Wirklichkeit

Es werden bisweilen Kontroversen und Konflikte auch in unserer Loge ausgetragen. Wir streben dennoch Harmonie an, sind aber keineswegs „homogen“ in unserer Meinungsbildung. Fairness als Leitbild hilft uns bei einer Konfliktlösung, jede Meinung findet Gehör. Wir stellen uns dem demographischen Wandel. Wir hören einander zu generationsübergreifend. Es gibt eine spannende Mischung aus „ganz normalen“ Menschen und sicherlich einzelnen besonders Weisen. Es gibt die, die Geselligkeit suchen, weniger geistigen Ansporn, und andere, die die freimaurerischen Tiefen, des Geistes und der Seele, zu ergründen suchen. Aber diese Diskrepanzen fügen sich ineinander, erstaunlicherweise.

Wir wollen Neugier wecken, gegenseitig Anregung geben, Gegensätze akzeptieren lernen.




Die Lehre/Leere

So absurd es klingen mag: wir sind froh, keine Lehre zu haben, die es zu vermitteln gibt. Lehren und Lernen birgt die Gefahr der Einseitigkeit in sich. Wir wenden uns daher gegen Dogmen und fordern die Toleranz jedes einzelnen. Wir belehren nicht andere, sondern uns selbst. Es ist eher die Suche nach der Leere, die den Kopf nach einem anstrengenden Tag wieder frei macht, die geistige Frische schafft. Da sind wir nicht so weit von buddhistischen Idealen entfernt, erkennen die Nähe zum Sufismus des Orients…

Wir bieten einen freimaurerischen „Unterricht“ auch für andere Logen an, der die Hintergründe freimaurerischen Brauchtums, die Bedeutung des Rituals und andere Gepflogenheiten beleuchtet. Aber eben keine Lehre!

Wir glauben dabei an ein lebenslanges Lernen, auch wenn wir der „Vollendung“ lediglich näher kommen können. Wir spenden nicht anonym an gemeinnützige Großorganisationen, sondern suchen gezielt kleinere Projekte aus, bei denen die Unterstützung unmittelbar ankommt. Ein paar Ideen finden sich hierzu auch die Linkliste.



Die Menschen, die wir suchen

Ihre Neugier, Ihre Ideen, Ihr Interesse sind es wert, Sie kennen zu lernen. Wenn Sie sich ein wenig identifizieren, mit dem, was hier versucht wurde zu formulieren, ist eine Voraussetzung zum Dialog geschaffen. Sie haben die Wahl der ersten Kontaktaufnahme nach einem Anruf, einer E-Mail, einem Brief: auf neutralem Boden zu einem Glas Wein, zu einem Gästeabend im Logenhaus, bei Ihnen zu Hause. Oder erst mal weitere Unterlagen anfordern und auswerten.

Also: möglichst viele Eindrücke sammeln, um sich ein weitreichendes eigenes Bild zu machen.

Daher findet eine Aufnahme im beiderseitigen Interesse nicht schon nach 4 Wochen, sondern häufig erst nach einem halben Jahr statt und nur im Einvernehmen zwischen Ihnen und der Logengemeinschaft. Und ist es nicht unsere Loge, durch die Sie sich angesprochen fühlen, empfehlen wir Ihnen gerne eine Alternative. Denn wichtig ist, dass Sie sich wohlfühlen bei Ihrer Entscheidung für die Freimaurerei. Allein in Berlin finden Sie rund 40 Logen!

Keine Angst vor der Freimaurerei? Nhmen Sie Kontakt mit uns auf.


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